Stellungnahme zum geplanten Gespräch mit VIER PFOTEN
Aufarbeitung der Ereignisse vom 17. September hat für uns zunächst Vorrang
Wir haben entschieden, den für den 1. Oktober 2026 vereinbarten Gesprächstermin mit VIER PFOTEN vorerst nicht wahrzunehmen.
Hintergrund sind die weiterhin laufenden Ermittlungen und die noch nicht abgeschlossene Aufarbeitung der Ereignisse vom 17. September auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg.
An diesem Tag kam es auf unserem Gelände zu einer unangekündigten Protest- und Störaktion. Aktivisten gelangten auf unser Betriebsgelände und kletterten auf unsere Zeltanlage. Der Vorfall führte zu einem Einsatz von Polizei und Rettungskräften und ist weiterhin Gegenstand behördlicher Ermittlungen.
Wir möchten deren Ergebnis weder vorwegnehmen noch einzelne Beteiligte öffentlich vorverurteilen. Deshalb werden wir uns derzeit auch nicht zu Einzelheiten der laufenden Ermittlungen äußern.
Für uns steht jedoch fest: Solange die Ereignisse dieses Tages noch nicht ausreichend aufgearbeitet sind, halten wir ein Gespräch zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht.
Wir respektieren Kritik – aber es gibt Grenzen
Wir respektieren das Recht auf freie Meinungsäußerung, friedlichen Protest und selbstverständlich auch Kritik. Unterschiedliche Auffassungen dürfen und sollen diskutiert werden. Wir sind bereit, uns kritischen Fragen zu stellen und unterschiedliche Standpunkte sachlich auszutauschen.
Gleichzeitig ziehen wir eine klare Grenze dort, wo Protest unmittelbar in unseren laufenden Betrieb eingreift.
Das unbefugte Betreten unseres Betriebsgeländes und das Besteigen unserer Zeltkonstruktion sind für uns nicht mit einer friedlichen Demonstration im öffentlichen Raum gleichzusetzen.
Wir tragen täglich Verantwortung für unsere Besucherinnen und Besucher, unsere Mitarbeiter und Artisten, unsere Tiere und für die Sicherheit unseres gesamten Veranstaltungsbetriebes.
Diese Sicherheit ist für uns nicht verhandelbar.
Die weitere tatsächliche und rechtliche Bewertung der Ereignisse vom 17. September überlassen wir den zuständigen Behörden.
Unsere Gesprächsbereitschaft bleibt bestehen
Uns ist wichtig, eines deutlich zu machen: Die Absage des Termins am 1. Oktober ist keine grundsätzliche Absage an einen Dialog mit VIER PFOTEN.
Wir sind weiterhin bereit, über Tierhaltung, Tierschutz und unterschiedliche Positionen zur Zukunft von Tieren im Circus zu sprechen.
Ein ernsthafter Dialog braucht aus unserer Sicht jedoch einen Rahmen, in dem unterschiedliche Auffassungen respektvoll ausgetauscht, gegenseitige Grenzen akzeptiert und die Voraussetzungen für einen sachlichen und verlässlichen Austausch eingehalten werden.
Deshalb werden wir zunächst die weitere Aufarbeitung der Ereignisse vom 17. September abwarten.
Anschließend werden wir selbst entscheiden, wann die Voraussetzungen für einen konstruktiven Dialog wieder gegeben sind. Zu gegebener Zeit werden wir von uns aus auf VIER PFOTEN zukommen und einen neuen Gesprächstermin vorschlagen.
Bis dahin respektieren wir die laufenden Ermittlungen und werden uns zu deren Einzelheiten bewusst nicht öffentlich äußern.
Dialog ja – aber auf einer respektvollen und verlässlichen Grundlage.