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Kronebau - Wintercircus - Archiv - Rudi Horn
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Samstag, den 16.Februar 2008,
um 18.05 im Bayerischen Fernsehen
(3.Programm): Aus Spessart und Karwendel
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Ein TV-Portrait über den Jongleur Rudi Horn, dessen internationale
Karriere im März 1949 im Münchner Circus Kronebau begann.
Von Ernst Gortner / Bayerisches Fernsehen anläßlich des 75.Geburtstags des Künstlers.
JONGLIEREN IST EINE KUNST
Das ballreiche Leben des Rudi Horn
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Seine Karriere begann
bei Krone und sie
endete bei Krone,
zumindestens symbolisch.
Das Jonglierwunder Rudi Horn
wurde am 14.Februar 1933 in
Nürnberg geboren. In eine
Circusfamilie. Großvater und
Onkel waren beides Jongleure.
Sein Talent wurde am Heilig-
abend 1940 entdeckt, als ihm
sein Vater zufällig drei Äpfel
in die Hand drückte.
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Bereits zwei Jahre später hatte der nun neunjährige Frankenbub ein erstes Engagement
im Wintergarten Nürnberg. Nach dem Krieg trat er vor GIs in amerikanischen Soldaten-
clubs auf - die Bezahlung bestand aus Schokolade und Zigaretten. Unter strenger
Anleitung seines Vaters eignete er sich Trick um Trick an, allesamt ORIGINALE:
- Drei-Ball-Routine (später 5,7 Bälle) hinter seinem Rücken
- Sieben-Ball-Bouncing auf einer Trommel
- Kombination von Keulen mit Bällen
- Arbeit mit beleuchteten Bällen (!)
- Löffeltrick
- Löffelsalto
- Und der berühmteste: Der Tassen/Untertassentrick auf einem Einrad
So kam er 1949 zu Krone.
Die heutige Direktorin Christel Sembach-Krone erinnert sich noch genau
an das erste Zusammentreffen: "Ein Bub aus Nürnberg mit kurzen Hosen, an der
Hand seines Vaters, trat sein erstes Krone-Engagement an". Drei Jahre blieb er bei
Krone und wurde mit seinen einzigartigen Jonglagen hoch zu Einrad weltberühmt. Bei
seinem Ausscheiden bedankte sich die Direktion Krone für die gute Zusammenarbeit.
Rudi Horn startete einen
Siegeszug durch die ganze Welt:
Lido 1953, Bertram Mills Circus ab 1954
(inklusive einem Auftritt vor Queen
Elisabeth, mit seinem Markenzeichen
"Kurze Hosen"), Palladium London,
Hotel Dunes in Las Vegas.
Immer höher auf der Erfolgsleiter.
Reno, Chicago, San Francisco folgten
- und vier Auftritte in der Ed Sullivan Show.
Mit Schmnzeln erinnert er sich an die Ansage
durch Ed Sullivan: "Hier und heute haben Sie
die Gelegenheit vor 60 Millionen Amerikanern
ihr Können zu zeigen". Und wirklich,
von nun an kannte ihn in Amerka jeder,
wirklich jeder.
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1962/63 und 1971/72
kehrte er kurzzeitig
nach Europa zurück
und trat im Circus
Krone auf.
1973 erhielt er den
Rastelli-Preis und
das Bundesver-
dienstkreuz der
Bundesrepublik
Deutschland.
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Er heiratete und setzte
sich auf Anraten seiner
Gattin 1975 zur Ruhe:
"Man sollte aufhören,
wenn es am
schönsten ist".
Heute lebt er mit Ehefrau
Helga und den beiden
Söhnen Thomas und
Michael in Berchtesgaden
- als Tennistrainer.
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Bild oben Mitte: Dankschreiben von Circus Krone an Rudi Horn. Ein Mausklick
auf das Bild öffnet das Dankschreiben groß in einem neuen Browserfenster.
Doch immer noch beherrscht er die Kunst des Jonglierens perfekt. 3, 5, 7 Ringe, alles
kein Problem, auch nicht bei den Dreharbeiten zu seinem "letzten" großen Auftritt.
Im Circus Krone natürlich.
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| Schienenlegen für den letzten Auftritt |
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Rundumfahrt der Kamera garantiert |
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Jonglierkollegen
unter sich (ganz
rechts Nachwuchs-
jongleur Semen
Krachinow) mit
nur einem Thema:
"Wie haben sich
heute die Materialien
verändert, Ringe,
Bälle, alles wesentlich
leichter als früher,
von beleuchteten
Objekten ganz zu
schweigen".
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Fachkundiger
Zuschauer in
der Vorstellung:
Rudi Horn
mit Gattin Helga
und Sohn Thomas.
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Noch ein weiterer TV-Tipp:
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Versäumen Sie auch nicht das
Portrait von Michael Lerchenberg
im Bayerischen Fernsehen:
Sonntag, den 17.Februar,
um 18.05:Uhr:
Aus Schwaben und Altbayern.
Dort erzählt der berühmte Schau-
spieler, Stoiber-Double und
Nockherberg-Laudator von seinem
ersten "Spontan-Auftritt" im
Circus Krone: Als vierjähriger
Bub, der sich im Finale zu den
Clowns begab und den Schluß-
applaus sichtlich genoß.
Einmal Mittelpunkt
- immer Mittelpunkt.
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Copyright der Fotos:
Krone-Archiv und Dr.Susanne Matzenau (Circus Krone)
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