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Kronebau - Wintercircus - Archiv - Susan Lacey
TIME TO SAY GOOD-BYE
Der Abschied der legendären weißen Tiger
- und ihrer Tierlehrerin Susan Lacey
Am 31.Januar 2007 war es soweit.
Susan Lacey feierte ihren Manegenabschied im Circus Kronebau.
von links nach rechts: Nikolai Tovarich, Hertha Cuneo, Richard Lacey, Susan Lacey,
Alex Lacey mit Frau Elaine und Töchterchen Katrina, ganz rechts Martin Lacey jr.
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"Sag zum Abschied
leise Servus",
weiß Tiernanny
Susan Lacey
ganz genau.
Seit 30 Jahren
steht sie nun in der
Manege und arbeitete
mit Zoo- und Circus-
tieren aller Art:
Pferden, Eisbären,
Primaten und
Raubtieren.
Seit 1992 mit den
legendären weißen
Tigern aus den USA.
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Bilder mit Dank an Stefan Nolte (circusphotos.de)
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Doch woher kommen die schönen Tiere ursprünglich ?
"Dschungelgeister" hatte man sie früher genannt. 1951
wurde zum ersten Mal ein männlicher bengalische Tiger
weißer Farbe in Menschenobhut genommen - stilgemäß
von einem indischen Maharadscha. Mit diesem weißen
Tiger, MOHAN genannt, begann das Zuchtprogramm.
Alle heute lebenden weißen Tiger stammen von ihm ab.
Seit 1958 sind in der Wildnis keine weißen Tiger mehr
beobachtet worden.
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Das Besondere an ihnen ist die weiße Grundfärbung, eine rosa Nase und
eisblaue Augen. Erhalten blieben die für Tiger typischen schwarz-braunen Streifen.
Alle diese Merkmale belegen deutlich, daß es sich hier um keine Albinos handelt,
sondern um Farbvarianten.
Seit Darwin weiß man, daß die Natur spielt: Mit Farben, Formen und Größen.
Eine der schönsten Fellvarianten aber, das sind die legendären weißen Raubkatzen.
Nahe Chicago befindet sich heute die größte Zuchtstation
der Welt mit über 80 Tieren. Von dort stammen auch Jeeva (m),
Calcutta (m), Pashoon (w), Sarista (w), Kushka (w), Lena (w), Shakti (w)
und Segat (w) im Alter von 4-14 Jahren. Jüngste im Bunde ist Nesthäkchen
Jeeva (4), der Sohn von Calcutta und "Lieblingstiger" von Susan Lacey.
Sie schmust mit ihren Schützlingen, als seien es verspielte Hauskätzchen.
In bewußt einfühlsamer Weise präsentiert die englische Star-Dompteurin acht
weiße Zuchtperlen. Freundschaftlich aninmiert sie ihre gefährlichen Partner
zu diversen Sprüngen, Rollovers und Kuscheleinheiten. Stets stellt sie die
Schönheit der Tiere, ihre natürlichen Bewegungen und Ausstrahlung in den
Vordergrund. Ihr gelingt das Kunststück, Schmusetricks und rasante Sprünge
gerade so zu mischen, daß ein wunderbar harmonisches Bild entsteht, in
dem Raubtiere doch Raubtiere bleiben dürfen und die verschiedenen
Charaktere voll zum Ausdruck kommen.
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Ihre spielerische Vorführung läßt Zeit und
Gefahr vergessen. "Angst kenne ich nicht",
sagt die sympathische Engländerin. "Ich
kenne nur Respekt, Einfühlungsvermögen
und innere Stärke". Im Roten Ring beobachtet
sie die einzelnen Tiere genau, achtet auf alle
Bewegungen, auf Augen, Ohren und die
"geheimen" artspezifischen Signale. Ihre
Rolle sieht sie als "Tiger unter Tigern",
die ihre Partner zwar überwacht und zur
Ordnung ruft, Stimmungen aber bis zu einem
gewissen Grad toleriert. "Ich bin Mutter, Vater,
Schwester, Bruder, Alphatier und Oberkatze
zugleich", lacht sie.
Wieviele Vorstellungen sie in den letzten
Jahren gegeben hat, weiß sie nicht genau.
Tausende oder Zehntausende werden es
schon sein. Ihre Karriere führte die 51jährige
in viele Länder der Welt, zuletzt nach
Europa. Dort wurde sie 2005 mit dem
"Silbernen Clown" auf dem Internationalen
Circus-Festival von Monte-Carlo ausgezeichnet.
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Ihren Beruf bezeichnet sie als "Wild Animal Trainer" und obwohl sie viele
verschiedene Tierarten dressiert und vorgeführt hat, blieben die weißen Tiger
doch ihre große Liebe.
Die Entscheidung, gemeinsam mit ihren Tieren aufzuhören, bezeichnet
sie als "very emotional". Stolz und privilegiert fühle sie sich, mit diesen
herrlichen Tieren so viele Jahre zusammen gelebt und gearbeitet zu haben.
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Sie wird sie auch noch einige Monate
begleiten. Auf ihrem Weg in die Zucht
und in ein neues Leben. Hatte sie bisher
vor allem "in season" besonders vorsichtig
sein müssen, wird dieser Moment nun in
den Vordergrund rücken. Doch insgesamt
sei es genau der richtige Zeitpunkt
"to retire". Immerhin ist sie nun auch
schon Großmama geworden.
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So wohnen Sieger.
Gewinner im täglichen Kampf
um Applaus und Anerkennung
durch das Publikum. Hier fehlt
nichts: Küche, Wohn-, Schlaf-
und Badezimmer, Satellitenfern-
sehen, Mikrowelle und Trophäen-
sammlung. Der geräumige Trailer
von Susan Lacey. |
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Blick ins geräumige Innere des Trailers. Umrahmt von den Portraits ihrer
Lieben bleibt wenig Zeit zum Ausruhen. Zeit zum Relaxen hat die First Lady
der Raubtierdressur selten. Höchstens abends, wenn die Tiere versorgt sind.
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Der Name Lacey aber, wird auch weiterhin
ein Synonym für gute Raubtierdressuren
sein. Schon lange sind die beiden Söhne
Alex und Martin jr. in ihre Fußstapfen
getreten und haben sich einen circensischen
Namen gemacht.
Ein bißchen besorgt sei sie schon um
ihre beiden Jungs, weil sie wisse,
wie gefährlich die Arbeit sein kann.
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Doch beide Söhne sind erwachsen und wissen, was sie tun. Beide
wurden wie sie in Monte-Carlo mit dem "Silbernen Clown" ausgezeichnet.
Ausgezeichnet, weil ausgezeichnet.
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Zu sehen übrigens im
Februar-Programm (Alex Lacey)
und im
März-Programm (Martin Lacey jun.)
des Circus Krone. Alex als bewußt
eleganter Tierlehrer mit Löwen und
Tiger, Martin Lacey mit den
bekannt wilden Krone-Löwen.
Herzlich willkommen zum
Lacey-Festival im Circus Krone
mit den besten Raubtier-
Animateuren unserer Zeit.
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P.S. Keine Angst vor großen Tieren hatte Susan Lacey zeit ihres Lebens.
Umso eher vor Spinnen und Mäusen. Freuen wir uns über die Bestätigung
eines Klischees und wünschen wir Ihr für die Zukunft alles Gute in Amerika.
P.P.S. Weitere
Infos zur "First Lady
der Raubtierdressur"
entnehmen Sie bitte
dem beiliegenden
Artikel aus der
Circuszeitung. Ein
Klick auf das Bild
öffnet die Großansicht.
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Copyright der Fotos:
Marcel Hutzli (circusdream.ch), Maximilian Zwick, Werner Struss (Strussfoto),
Stefan Nolte (circusphotos.de) und Dr.Susanne Matzenau (Circus Krone)
Sehen Sie hierzu auch:
Das erste Programm der Winterspielzeit in München
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